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Johann Nepomuk HOFZINSER war Zeitgenosse und enger Freund
Johann NESTROYs. In seinem Salon an der Wollzeile, später in der
Himmelpfortgasse und dann Walfischgasse, traf sich das, was in
Wien Rang und Namen hatte, zu den viel bewunderten "Stunden
der Täuschung". Geschickt verband er Gesellschaftskritik
und Alltagsereignisse mit wunderbaren Zauberkunststücken. HOFZINSER begann als kleiner Finanzbeamter, der später - ähnlich wie der Dichter Franz GRILLPARZER - vom Grafen STADION gefördert wurde. Durch seine fabelhafte Fingerfertigkeit stieg er in die obere Gesellschaft auf. Die in- und ausländischen Zeitungen überschlugen sich in Lobeshymnen über seine unglaublich originellen Präsentationen und meinten: "Hofzinser erhob die Zauberei zum gesellschaftlichen Spiel". Seine kreativen Ideen beeinflussen noch heute die Zauberkunst, und er wird zu Recht als Vater der Salon- und Kartenmagie angesehen. Das Kartenkunststück "Denken und Vergessen", der Geldfang unter dem Titel "Vision eines Irrsinnigen", Uhrenkunststücke, der "Rosenspiegel", die "Erscheinende Dame" und seine unvergessliche Kartenmagie gehörten zu den gängigen Kunststücken seines Programms. HOFZINSER wird von den versierten Zauberkünstlern dieser Welt zu Recht der Vater der modernen Kartenkunst genannt. "The Professor" Dai VERNON, der erst vor wenigen Jahren in hohem Alter verstorben ist, erwähnte ihn oft in seinen Büchern und führte seinen Leitspruch "be natural" auf HOFZINSER zurück. Was wir bisher über Johann Nepomuk HOFZINSER wissen, verdanken wir dem
Sammeleifer Ottokar FISCHERs(1873-1940), der seine Erkenntnisse
in beiden Büchern über HOFZINSER, "Kartenkünste" (1910)
und "Zauberkünste" (1942, von Fredo MARVELLI
herausgegeben) der Nachwelt erhalten hat. Seither kümmerte sich
niemand mehr um das noch vorhandene Originalmaterial, bis ein Zufall
den Anstoss dazu gab, ein weiteren Teil des Geheimnisses um HOFZINSER
zu lüften. In mehrjähriger, intensiver und hartnäckiger Forschungsarbeit
hat MAGIC CHRISTIAN viele neue Quellen und Erkenntnisse über Hofzinser
aufgespürt und unser Wissen über dieses österreichische Genie der
Zauberkunst total verändert. Angesichts der Materialfülle wurde
aus einem geplanten, kleinen Büchlein ein dreibändiges Werk,
voll Unterhaltung und Witz, mit vielen interessanten, neuen
Geschichten über Hofzinser und seine Kunststücken, die
besonders in der amerikanischen magischen Welt auch heute noch
sehr hohes Ansehen geniessen.Neue Kunststücken reihen sich an überarbeitete, bekannte, durch FISCHER überlieferte "Piecen". Erstmalig tritt einem dieser Meister der Salonmagie als lebendige Person entgegen. Wir lernen ihn anhand zahlreicher, neu aufgefundener Dokumente als virtuosen Zauberkünstler, als romantischen Dichter, als gefürchteten Musikkritiker, kühnen Ballonfahrer und guten Freund bekannter Zeitgenossen und Zauberkollegen kennen. MAGIC CHRISTIAN hat nicht nur durch systematisches Durchforsten der öffentlichen Archive neues Material über HOFZINSER und sein Leben gefunden, er hat auch bereits bekanntes Material überprüft, an Hand neuer Erkenntnisse auch neu bewertet und nach so vielen Jahren der Veröffentlichungen Ottokar FISCHERs erstmals korrekt wiedergeben. ![]() Angesichts der Bedeutung dieses grundlegenden Werkes, dessen erster Band mit dem biographischen Material und Kunststücken in Briefform nunmehr erschien, haben Autor und Verlag sich entschlossen, das nun zweibändige (und bald schon: dreibändige !) Werk in einer numerierten, auf 999 Exemplare limitierten Auflage herauszubringen. Im Anhang enthält das Buch eine Liste aller Subskribienten mit Angaben deren Exemplarnummern. Sicherlich ein Who is Who der Zauberkunst.
1. Band: 352 Seiten, 178 Abbildungen, Format
28,5x20, Fadenheftung, Ganzleinen mit Schutzumschlag. Der
Preis beträgt € 88,00. Bestellungen bei Edition Huber, Offenbach oder bei Magic Christian direkt.
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